Das Prinzip

Die technische Realisierung erfolgt, ähnlich wie bei einer Dialyse, durch einen extrakorporalen Blutkreislauf und einen Zellkreislauf, die durch zwei Filter miteinander verbunden sind.

In dem extrakorporalen Blutkreislauf wird das Plasma aus dem Patientenblut mit Hilfe von speziellen Plasmaseparatoren, z.B. einem Plasmafilter separiert. Das separierte Plasma wird dann in einen zweiten Kreislauf überführt, in dem sich die Immunzellen eines gesunden Blutspenders befinden. Hier kommt das Patientenplasma in direkten Kontakt mit den Spender-Immunzellen. Diese binden und entfernen einerseits bakterielle Giftstoffe, aber auch patienteneigene Abfallstoffe. Des Weiteren analysieren die gesunden Spender-Immunzellen die patienteneigenen Immun-Botenstoffe. Als Reaktion auf die empfangenen Signale setzen die Spender-Immunzellen selbst diverse Immun-Botenstoffe frei. Durch einen zweiten Plasmafilter wird das behandelte Plasma dann von den Spender-Immunzellen separiert und zusammen mit dem Patientenblut in den Patienten zurückgeleitet. Dort soll durch die Immun-Botenstoffe das patienteneigene Immunsystem reaktiviert werden, so dass einerseits die Infektionen wirksam bekämpft werden und sich andererseits Organfehlfunktionen normalisieren. Die Behandlung des Patientenplasmas erfolgt kontinuierlich über mehrere Stunden.

Die Spender-Immunzellen werden von gesunden blutgruppen-gleichen Spendern gewonnen. Die Gewinnung erfolgt entsprechend Standardarbeitsanweisungen in einer Transfusionsmedizinischen Einrichtung mit GMP-Herstellungserlaubnis mittels einer spezifischen Immunzellspende. In den bisherigen Studien wurden sogenannte Granulozytenkonzentrate eingesetzt, die bei bestimmten Indikationen auch in Patienten transfundiert werden können. Diese gesunden Immunzellen sollen in dem ICE-Verfahren Teilfunktionen der ausgebrannten Patienten-Immunzellen übernehmen.