Projekt „Bioaktive Zellfilter“ – ARTCLINE veröffentlicht Schlussbericht

Die ARTCLINE GmbH hat heute Ihren Schlussbericht für das „Projekt Innovationsforum „Bioaktive Zellfilter““ veröffentlicht. Dieses Vorhaben wurde mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) unter dem Förderkennzeichen 01HI1008 gefördert.

Die ARTCLINE hat sich das Ziel gesetzt, die breite Anwendung von biologisch aktiven zellulären Filtern sowohl in verschiedenen Bereichen der Intensivmedizin als auch außerhalb der Medizin zu untersuchen und zu fördern. Konkret sollte im Rahmen des Innovationsforums untersucht werden, welche neuen Produkte auf Basis der Technologie der bioaktiven Zellfilter für verschiedene Anwendungs- und Problemfelder definiert werden können. Weiterhin sollte der für die Anwendungen in verschiedenen Bereichen notwendige Forschungs-, Entwicklungs- und Anpassungsaufwand umrissen werden. Auf dieser Basis sollte mit den verschiedenen Gesprächspartnern ebenso eine Strategie besprochen werden, wie diese Ziel zu erreicht und die dafür notwendigen Arbeiten umgesetzt werden können.

Während des Vorhabens kooperierte die ARTCLINE GmbH auf verschiedenen Ebenen mit mehreren Institutionen. Ganz besonders hervorzuheben ist hier die Zusammenarbeit mit der Medizinischen Fakultät der Universität Rostock und dem Fraunhofer-Institut für Immunologie und Zelltherapie. Diese Kooperationen konnten durch das Vorhaben vertieft werden und haben inzwischen Netzwerkcharakter.

Die direkt erzielten Ergebnisse sind ein Wissenserwerb und die Positionierung der Technologie in den medizinischen und wissenschaftlichen Fachkreisen.

Einer der ersten konkreten Maßnahmen ist, laut Schlussbericht, die „Weiterentwicklung der bestehenden Technologie“. Hier soll es insbesondere zu einer Vereinfachung der bestehenden technologischen Lösung kommen. Im Detail geht es um die Entwicklung eines „dead-end-Bioreaktors“ und dessen Anwendung im sogenannten „Single-Pass-Verfahren“. Hintergrund dieser Arbeit ist die Tatsache, dass die Hürden für einen Markteintritt geringer werden und die Akzeptanz der Anwender steigt.

Ebenso besteht die Absicht, gemeinsam mit den Partnern eine Verbesserung der Reinheit der bioaktiven Zellen zu erlangen. Im Kontext dieser Aufgabe steht auch die Verbesserung der Lagerbarkeit der bioaktiven Zellen. Die bereits bestehende Kooperation mit der Universität Rostock wird weiter ausgebaut, mit dem Ziel der weiteren Optimierung der Anwendbarkeit der Technologie.

Für die Umsetzung dieser Arbeiten wird derzeit die Beantragung eines ZIM-KOOP-Projektes durchgeführt. Hierdurch werden auf Basis der im Forum entschiedenen strategischen Ziele und Anwendungen die technischen Grundlagen gelegt. Somit wäre die weitere Entwicklung von weiteren innovativen Produkten möglich. Die Dauer der Entwicklungsarbeiten wird auf 2 Jahre geschätzt. Die darauf folgende Weiterentwicklung bis zur „Marktreife“ wird aktuell weitere 3 Jahre in Anspruch nehmen.

Wissenschaftliche Erfolgsaussichten bzw. die Anschlussfähigkeit der Ergebnisse sind zweifelsfrei gegeben. Durch die Identifizierung und Diskussion weiterer Anwendungsfelder ergibt sich eine Reihe von Fragestellungen, die zunächst nur Gegenstand wissenschaftlicher Forschung sein werden. Hierzu zählt beispielsweise die Stabilisierung von bio-aktiven Zellen für deren Einsatz in Filtern. Geeignete Stabilisierungstechniken sind bisher noch nicht hinreichend erfolgreich getestet worden. Diesbezüglich ist eine weitere Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Immunologie und Zelltherapie (IZI) in Leipzig geplant.

Bei allgemeinen Fragen oder Fragen zu diesem Artikel: info@artcline.de

Rostock, 11.11.2011