ARTCLINE veröffentlicht Ergebnisse von Teil II der aktuellen „EISS-1“ Studie

Die Ergebnisse von Teil II der klinischen Studie „EISS-1“ wurden heute in der Fachzeitschrift BioMed Research International veröffentlicht. Die Studie diente zur Ermittlung der Anwendungssicherheit des Einsatzes der immunzellbasierten extrakorporalen Therapie der ARTCLINE zur Behandlung von Patienten mit schweren Infektionen (Sepsis).

Ziel der Studie war es, Spenderimmunzellen, sogenannte Granulozytenkonzentrate bei Patienten mit septischem Schock und Immundysfunktion in einer streng extrakorporalen Umgebung im Sinne einer „Immun-Dialyse“ einzusetzen und dadurch mögliche lokale Nebenwirkungen im entzündeten Gewebe zu verhindern.

Die Ergebnisse von Teil I der klinischen Studie wurden bereits 2011 in der Fachzeitschrift Critical Care veröffentlicht. Ergebnisse waren u.a. die gute Verträglichkeit bei kritisch kranken Patienten mit septischem Schock, eine signifikante Verbesserung der hämodynamischen Schocksituation wie auch die Verbesserung der Infektions- und Immunsituation.

Die Folgestudie bzw. der jetzige Teil II zur Behandlung weiterer 10 Patienten mit einer höheren Immunzellkonzentration wurde nun ebenfalls erfolgreich abgeschlossen.

Zusammenfassend gibt es auch hier drei Hauptaussagen (basierend auf den Ergebnissen der vorliegenden Studien):

  • Die Behandlung mit Immunzellen gesunder Blutspender führte bei Patienten während der extrakorporalen Therapie neben einer Immunmodulation zu einer Verringerung der Noradrenalin-Dosis als Ausdruck der Verbesserung der Schock-Symptomatik.
  • Die Behandlungen wurden gut vertragen.
  • Ein positiver Einfluss auf Zellen anderer Organe wurde beobachtet. Hierzu wurde die Lebensfähigkeit und Funktion von Leber-Senorzellen (Hepatotoxizitätstest des Patientenplasmas) während der extrakorporalen Behandlungen beobachtet.

Dr. Altrichter, Mediziner und Geschäftsführer der ARTCLINE GmbH und Prof. Steffen Mitzner, Universitätsmedizin Rostock und Leiter der klinischen Studie, freuen sich über das erfolgreiche Ende und die hervorragenden Ergebnisse der Studie. Die beiden Mediziner sind einig, dass sich weitere Studien auf die Veränderungen des hämodynamischen Systems, der Immunfunktion und der anderen Organfunktionen bei septischen Patienten konzentrieren sollten. „Extrakorporale Therapien werden seit langem zur Behandlung von einzelnen Organversagen in der Sepsis eingesetzt. Mit der von uns entwickelten und hier erfolgreich getesteten Immunzell-Dialyse soll u.a. das Immunsystem des Patienten reaktiviert werden zur Überwindung der Sepsis. Diese Art der Therapie könnte einen positiven Einfluss auf das Überleben von Patienten mit schwerer Sepsis haben.“ meint Dr. Altrichter.

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Rostock, 28.06.2016