Sepsisdiagnostik

Seit mehr als 100 Jahren wurde eine Sepsis vor allem durch vier Kriterien einer generalisierten Entzündung definiert, die 1990 auf einer Konsensuskonferenz konkretisiert wurden:

Temperatur >38 oder < 36°C
Herzfrequenz > 90 pro min
Atemfrequenz > 20 pro min
weiße Blutzellen >12.000 oder < 4.000 je µl Blut.

Hierdurch lässt sich aber nur ein sehr begrenztes Bild von der konkreten Situation des Sepsispatienten erstellen. Neuere diagnostische Marker, die das hochkomplexe Bild der Sepsis besser durchleuchten sollten, sind z.B. Interleukin 6, Procalcitonin oder die Anzahl der HLA-DR-Moleküle auf Monozyten. Da diese Parameter jeweils nur einen kleinen Ausschnitt der Sepsis zeigen, bleibt die Aussagekraft begrenzt.

Mit den Sepsis-3-Kriterien wird die Sepsisdiagnose auf die meist sekundären Organversagen reduziert.

ARTCLINE untersucht stattdessen die Funktion der Immunzellen selbst. Hierdurch können eine Vielzahl unterschiedlicher Einflüsse auf die Immunfunktion als Gesamt-Read-out erfasst sowie das zu Grunde liegende Immunversagen besser charakterisiert werden.